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Iris Ward Loughran | The Feeding Hand
Skulptur und Fotografie 

Einführung 20 Uhr: Sophie Tibelius Schneider, Behörde für Kultur und Medien Hamburg
Ausstellungsdauer: 4. bis 6. September 2026
Öffnungszeiten Fr. bis So., 16–19 Uhr
Artist Talk: Samstag, 5. September 2026, 16 Uhr

Iris Ward Loughran ist Bildhauerin, Fotografin, Stadtplanerin, lebt und arbeitet in Brooklyn, New York. Ihre Tätigkeiten als Community-Organisatorin, Wandmalerin, Pädagogin, Kunsttransporteurin und Kunsthandwerkerin haben ihre interdisziplinäre künstlerische Praxis entscheidend geprägt. Ihre Kunst entsteht aus der Auseinandersetzung mit Orten, an denen sie fotografiert, nach Objekten sucht und ortsspezifische Installationen schafft. Sie arbeitet mit Fundstücken, Metall und Neonröhren.

Ab Juli 2026 ist sie für 3 Monate zu Gast in der Westwerk-Residency und schließt ihren Aufenthalt mit einer Ausstellung ab, die während der Hamburg Art Week im Westwerk präsentiert wird.

Sie ist schwarz, weiß und mexikanisch. Beide Eltern sind gemischtrassig. Iris Ward Loughrams Existenz ist eine direkte Folge der Geschichte der Vereinigten Staaten. Sie wuchs in ihrer malerischen Heimatstadt in der Bay Area San Franciscos mit dem Gefühl auf, eine außerirdische Lebensform zu sein. Wie ein übernatürlicher Fehler, der von Natur aus und fortwährend im Widerstand zu stehen scheint, bewegte sie sich schon immer unkonventionell, außerhalb und zwischen mehreren Identitäten. Mit fortschreitendem Alter im Erleben verschiedener Umgebungen, wurde ihr bewusst, dass sich die eigene mehrdeutige Identität ortsabhängig wandelte und wandelt. Ein Erleben unterschiedlicher Realitäten innerhalb bestimmter Zeit- und Raumdimensionen. 

Für ihre Präsentation im Westwerk plant Loughran eine Wand aus Leinen zu gestalten. Das Leinen ist ein direkter Verweis auf die in Deutschland im 19. Jahrhundert hergestellten Waren, die auf amerikanische Plantagen transportiert wurden, wo versklavte Menschen gezwungen waren, das in Deutschland hergestellte Leinen zu tragen. Loughrans Vorfahren trugen wahrscheinlich dieses deutsche Leinen. Die Firma C. Woermann ist ein Beispiel für Hamburger Kaufleute, die dieses Geschäft betrieben und auch heute noch aktiv sind. Dieses Unternehmen ist ein sehr eindrucksvolles Beispiel dafür, wie die deutsche Wirtschaft von der weltweiten Sklaverei, der Kolonialisierung Afrikas, der Ausbeutung und dem Völkermord profitiert hat. Iris Ward Loughram möchte mit ihrem Beitrag beleuchten, wie die Infrastruktur und wirtschaftliche Grundstruktur Hamburgs ein deutliches Beispiel dafür sind. 

Iris Ward Loughram hat einen BA in Stadtforschung und Stadtplanung an der University of California San Diego (2012) und einen MFA in Bildender Kunst an der Mason Gross School of Arts, Rutgers University (2019). Sie stellte aus im Wild Project (New York, NY); im Zimmerli Art Museum (New Brunswick, NJ); im Williamsburg Art & Historical Center (Brooklyn, NY); in der LeRoy Neiman Gallery (New York, NY); und der Heroes Gallery (New York, NY). Sie nahm am Interdisciplinary Art and Theory Program 2021–2022 teil, das von der Jack Shainman Gallery veranstaltet wurde. Im Jahr 2022 war sie Residentin bei Urbane Künste Ruhr in Dortmund, Deutschland. 2023 Studien an der Skowhegan School of Painting and Sculpture und 2025 Residency im Vermont Studio Center.

www.iriswardloughran.com

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